Infografik: Die zehn schwersten Erdbeben der letzten 100 Jahre
| Land | Stärke |
|---|
| 1 | Chile | 9,5 |
| 2 | Alaska | 9,2 |
| 3 | Indonesien | 9,1 |
| 4 | Japan | 9,0 |
Japan, Fukushima [2]In Japan bebt die Erde sehr häufig, das Land gilt als Spezialist im Erdbebenschutz. Wolkenkratzer in den Städten werden auf speziellen Fundamenten gebaut, die das Haus bei einem Erdbeben schwanken lassen und so die Energie der Stöße abfangen.
In Norddeutschland gibt es so gut wie keine nennenswerten Erschütterungen. Die meisten registrierten Erdbeben konzentrieren sich auf das Oberrheintal, die Niederrheinische Bucht, die Schwäbische Alb und das Vogtland. Mehrere hundert Erdbeben werden in Deutschland jedes Jahr gemessen.
Die Erdbebengefährdung in Deutschland ist im globalen Vergleich zwar relativ gering, aber nicht vernachlässigbar. Im Rheingebiet, auf der Schwäbischen Alb sowie in Ostthüringen und Westsachsen mit dem Vogtländischen Schwarmbebengebiet kommt es immer wieder zu kleineren Erdbeben.
Entlang der kalifornischen Küste bewegen sich zwei Platten der Erdkruste aneinander vorbei: die Nordamerikanische und die Pazifische Platte. Beide driften nach Nordwesten, allerdings ist die Pazifische Platte etwas schneller. Sie „überholt“ darum langsam die Nordamerikanische Platte.
Erdbeben kommen besonders häufig an Plattenrändern vor. Wenn zwei Platten aneinander reiben, baut sich Spannung auf. Irgendwann ist diese Spannung so groß, dass sie sich mit einem Ruck löst. Dort, wo der Ruck stattfindet, bebt die Erde.
Die meisten Erdbeben haben ihre Ursache in der Plattentektonik der Erde. Die Erdkruste, die äußerste Schicht der Erde, besteht aus mehreren großen Krustenplatten. Aufgrund von Konvektionsströmen im Erdinneren geraten die Platten in Bewegung, driften voneinander weg oder stoßen zusammen.
Zur exakten Messung der Erdbebenstärke benutzt man Seismographen, die in 100 km Entfernung zum Epizentrum des Erdbebens liegen sollten. Mit der Richter-Skala werden die seismischen Wellen in logarithmischer Einteilung gemessen.
Betroffen waren Sri Lanka, Thailand, Südindien, Bangladesch, die Malediven und Malaysia.
Besonders viele aktive Vulkane findet man rund um den pazifischen Ozean, zum Beispiel den Mount St. Helens in den USA, den Popocatepetl in Mexico und den Bezymianny in Russland. Sie alle sind Teil einer etwa 40.000 Kilometer langen Kette von Vulkanen, dem Pazifischen Feuerring.
Dass es immer wieder in bestimmten Regionen auf der Welt zu Erdbeben oder zu Vulkanausbrüchen kommt, liegt daran, dass die Erdkruste in einzelne Platten aufgeteilt ist. Das genügt jedoch, die Platten der Erdkruste immer wieder in Bewegung zu versetzen.
Grund für die erhöhte Erdbebengefahr ist, dass sich ein großer Riss längs durch Kalifornien zieht: Am San-Andreas-Graben treffen zwei Platten der Erdkruste aufeinander. Bewegen sich ihre Gesteinsmassen ruckartig, kracht es an der Erdoberfläche gewaltig. Und die Spannung an den Plattenrändern wächst täglich.
Durch Erdbeben können in Küstengebieten Tsunamis ausgelöst werden, die möglicherweise zu schweren Überschwemmungen führen. Zerstörte Gasleitungen können Großfeuer verursachen. Wird die Wasserversorgung durch ein Erdbeben unterbrochen, besteht die Gefahr von Mangelversorgung mit Trinkwasser und akute Seuchengefahr.
Das Erdbeben von Valdivia am 22. Mai 1960, auch Großes Chile-Erdbeben genannt, war ein Megathrust-Erdbeben mit der weltweit größten jemals aufgezeichneten Magnitude und das schwerste Erdbeben des 20. Jahrhunderts.
Die meisten Schadensbeben haben einen tektonischen Ursprung. Erdbeben entstehen durch eine plötzliche Verschiebung entlang einer Bruchfläche in der Erdkruste und der daraus resultierenden Freisetzung der angesammelten elastischen Energie. Diese Bruchzonen finden sich vor allem an Plattengrenzen.
Das heißt auch, dass Menschen in Indonesien, den Philippinen, Malaysia, Japan, Australien, oder auf den Inselstaaten von Melanesien, Mikronesien sowie Polynesien mit permanenten Bedrohungen leben müssen. Auch die Menschen entlang der gesamten nord- und südamerikanischen Pazifikküste sind davon betroffen.
In Japan bebt die Erde rund 5.000 Mal im Jahr. Das Land liegt auf dem Pazifischen Feuerring - dort stoßen Kontinentalplatten aufeinander, was Vulkane ausbrechen und die Erde beben lässt. Das schwerste Erdbeben ereignete sich 2011, es hatte Folgen für die ganze Welt. Kurz nach dem Erdbeben am 11.
Das in der Geschichte Deutschlands bisher stärkste und verheerendste Erdbeben ereignete sich im Jahr 1756 bei Düren, am Rande der Eifel. Am 18. Februar 1756 erschütterte dort ein Beben der Stärke 6,4 die Erde.
Aktuell 28.Liste aller Erdbeben in Deutschland (ab Magnitude 1) im Jahr 2020.
Die Karte und die Liste zeigen die mit dem seismischen Stationsnetz der ZAMG registrierten weltweiten Beben der
letzten 14 Tage.
Übersicht der weltweiten Erdbeben.
| Datum | 27. Nov 2020 |
|---|
| Weltzeit | 22:57 |
|---|
| Lokalzeit | 10:57* |
|---|
| Mag. | 4.7 |
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| Region** | vor der Ostküste von Kamtschatka |
|---|
Das Erdbeben von Roermond am 13. April 1992 erschütterte um 3:20 Uhr (MESZ) die Niederlande und Deutschland. Das Beben hatte eine Stärke von 5,9 auf der Richterskala (5,4 auf der Momenten-Magnituden-Skala) und war das stärkste Erdbeben in der Region seit dem Dürener Beben von 1756.
Die zuletzt georteten Lokalbeben
| Datum | Uhrzeit (UTC) | Magnitude |
|---|
| 10.11.2020 | 16:31:12.2 | 0.8 |
| 10.11.2020 | 12:53:27.1 | 3.7 |
| 09.11.2020 | 22:45:50.2 | 1.6 |
| 09.11.2020 | 08:51:43.2 | -0.2 |
Am Abend des 14. Oktober 2016 erschütterte ein Erdbeben mit einer Stärke von 2,9 auf der Richter-Skala um 18:08 Uhr die Region um Darmstadt. Gespürt wurde das Beben sowie mehrere Vor- und Nachbeben von vielen Menschen in der Region Darmstadt.
Solche Berichte gibt es aus vielen verschiedenen Küstenorten der Nordsee. Das ist auch deshalb erstaunlich weil das Meer bei uns nicht sonderlich tief sind, in der Regel nicht tiefer als 100 Meter. Dass ein Tsunami direkt vor der Küste Deutschlands entsteht, ist also eher unwahrscheinlich.
Je nachdem wie viel Energie durch ein Erdbeben in Form von seismischen Wellen ausgesandt wird, reicht die Skala von Minus-Werten bei den kleinsten noch messbaren Beben bis zu Werten über 9 bei den stärksten bekannten Erdbeben. Ab Stärke 3 oder 3,5 spüren Anwohner in besiedelten Gegenden die Beben.