Wer an einer Phobie leidet, fürchtet sich stark und lang anhaltend vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation – zum Beispiel vor einer Spinne oder vor dem Besuch beim Zahnarzt.
Emetophobieist die Angst vor dem Erbrechen. Egal, ob man sich selbst übergibt oder anderen Menschen dabei zusehen muss. Menschen, die an Emetophobie leiden, brechen in Panik aus, wenn es ums Kotzen geht.
Angst ist das Gefühl der "Unheimlichkeit" und des "Ausgesetztseins" in der Welt. Oft geht Angst mit psychischen Störungen einher. Doch sie ist auch nützlich: Ohne Angst hätten die Menschen früher nicht überleben können.
Ängste können entstehen, ohne dass der Betroffene etwas über deren Herkunft oder die Gründe ihres Verschwindens weiß, während bei der Furcht und Phobie eine relativ genaue Vorstellung von dem Objekt vor- liegt.
Hippopotomonstrosesquippedaliophobie ist ein Internet-Hoax und soll angeblich "Angst vor langen Wörtern" bedeuten. Der richtige Begriff ist Sesquipedalophobie.
„Wir gehen daher davon aus, dass die Angst vor Schlangen und Spinnen einen evolutionären Ursprung hat. Bei uns, und auch bei anderen Primaten, sind offensichtlich von Geburt an Mechanismen im Gehirn verankert, durch die wir sehr schnell Objekte als ‚Spinne' oder ‚Schlange' identifizieren und darauf reagieren können.
Welche Arten von Phobien gibt es?
- Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Plätzen oder bevölkerten Umgebungen)
- Klaustrophobie (Angst vor engen und geschlossenen Räumen)
- Soziale Phobie (Angst vor zwischenmenschlichen Kontakten)
- Akrophobie (Angst vor Höhen)
- Aviophobie (Angst vorm Fliegen)
- Arachnophobie (Angst vor Spinnen)
Die Welt ist besessen von Ängsten: Rund 650 wissenschaftlich anerkannte Phobien sind aus der Psychologie bekannt. Wussten Sie, dass es eine Bathonophobie, die Angst vor Pflanzen, gibt?
„Eine Phobie wird dann zur Krankheit, wenn mehrere Kriterien vorliegen“, sagt Margraf. Dazu gehört, dass der Betroffene die Angst in der jeweiligen Situation als unangemessen stark empfindet, er sie kaum aushält und das Leiden seine Lebensqualität stark einschränkt.
Als Thalassophobie (von altgriechisch θάλασσα thálassa, deutsch ‚Meer', und φόβος phóbos, deutsch ‚Furcht') wird die Angst vor größeren oder tieferen Gewässern wie dem Meer, Ozeanen oder Seen oder auch vor der Seefahrt bezeichnet. Angst vor Wasser selbst wird demgegenüber Aquaphobie genannt.
Höhenangst oder Akrophobie bezeichnet die Angst vor einer bestimmten Entfernung vom Boden. Je nachdem, wie stark die Angst ausgeprägt ist, kann sie bereits beim Steigen auf einer Leiter auftreten.
| Name | Angst vor | ICD-10 |
|---|
| Apiphobie | Bienen | |
| Aphephosmophobie | Berührung, siehe Berührungsangst | |
| Aquaphobie | spezifische Furcht vor Wasser, auch als Hydrophobie bezeichnet – vgl. aber Hydrophobie (Begriffsklärung) | |
| Arachnophobie | Spinnen | F40.2 |
PsychologieWoher die Angst vor Spinnen kommt. Die abwehrende Haltung gegenüber Schlangen und Spinnen ist vermutlich evolutionär bedingt. Wie eine neue Studie zeigt, ist die Furcht tief im menschlichen Gehirn verankert.
Einen neuen Hinweis, dass die Skepsis angeboren ist, liefern deutsche und schwedische Forscher. Sie zeigten einer kleinen Gruppe von Babys Bilder von Spinnen und Blumen oder von Schlangen und Fischen.
Phobien: Behandlung. Angststörungen werden in der Regel mit Hilfe von Psychotherapie und Medikamenten behandelt. Für die Behandlung der spezifischen Phobie empfehlen Experten ausschließlich die Psychotherapie, da es keinen Nachweis für die Wirksamkeit von Medikamenten gibt.
Das beginnt bereits im Kindesalter: So haben einige Kinder Angst vor Clowns, weil diese anders aussehen und ein anderes Verhalten zeigen, als sie es kennen. Aber auch viele Erwachsene teilen diese Furcht. Forscher gehen davon aus, dass das vor allem mit den stark geschminkten Gesichtern der Clowns zu tun hat.
Die häufigste Form der Angststörung stellt eine übertriebene und belastende Furcht (Phobie) vor sozialen Situationen dar – beispielsweise plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Betroffene fürchten, sich peinlich oder beschämend zu verhalten.
Ursachen krankhafter Angst: Es gibt verschiedene Erklärungsansätze (psychoanalytische, verhaltenstherapeutische und neurobiologische). Angstauslösende Faktoren sind Stress, Traumata, Alkohol- und Drogenkonsum, bestimmte Medikamente, Funktionsstörungen der Schilddrüse, Herzerkrankungen und Hirnerkrankungen.
Ein Bienen- oder Wespenstich ist sehr schmerzhaft, manche Menschen sind auch allergisch auf das Gift und können aufgrund eines anaphylaktischen Schocks sogar daran sterben. Deshalb reagieren viele Menschen auch sehr hektisch, zuweilen sogar panisch auf Bienen und Wespen. Sie haben schlichtweg Angst.
a) Insekten haben kein Bewusstsein, sie können aber Wärme und Kälte fühlen.