Bei medikamentös behandlungspflichtigen Schmerzen gehört Paracetamol in jeder Phase der Schwangerschaft zu den Analgetika der Wahl. Bei hohem, behandlungsbedürftigem Fieber gehört es zu den Antipyretika der Wahl.
Das einzige Analgetikum, das während der gesamten Schwangerschaft (bis kurz vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin) eingenommen werden darf, ist Paracetamol. Als Dosis empfehlen sich 500 bis 1000 mg, maximal dreimal am Tag. Die Einnahme von Paracetamol sollte an maximal zehn Tagen pro Monat erfolgen.
Hier empfiehlt Embryotox - das Pharmakovigilanzzentrum Embryonaltoxikologie der Charité Berlin - eine Einnahme innerhalb der üblichen Dosis; das entspricht einer Einzeldosis von 2 Tabletten (Paracetamol 500) oder einer maximalen Tagesdosis (24 Stunden) von bis zu 8 Tabletten.
Bei starken Beschwerden darf man auch mal zur Tablette greifen. So können Schwangere bis zur 28. Schwangerschaftswoche Ibuprofen nehmen oder – in der gesamten Schwangerschaft – Paracetamol. "Allerdings bei wiederholter Einnahme nicht ohne ärztliche Absprache und nicht wochen- oder monatelang", sagt Christof Schaefer.
Was man akut bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft tun kann
- Trinken.
- Frische Luft oder kaltes Wasser.
- Kompressen.
- Massage.
- Pfefferminzöl.
- Verdunkelung.
- Vermeidung von Stress und Überanstrengung.
- Bewegung an der frischen Luft.
Die Gesamtdosis an Paracetamol darf für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bzw. ab 43 kg Körpergewicht 4.000 mg Paracetamol (entsprechend 8 Tabletten Paracetamol-ratiopharm®) täglich und für Kinder 60 mg/kg/Tag nicht übersteigen.
Die maximale Konzentration im Blut wird bei oraler Einnahme des Wirkstoffs nach 30 bis 60 Minuten erreicht, bei rektaler Anwendung (Zäpfchen) nach drei bis vier Stunden. Die Zeit, bis der Wirkstoff zur Hälfte von der Leber verstoffwechselt und ausgeschieden ist, liegt bei einer bis vier Stunden (Halbwertszeit).
Die Ursachen sind meist harmlos: zu viel Stress, zu wenig Flüssigkeit, Kreislaufbeschwerden oder ein niedriger Blutzuckerspiegel. Auch Nacken- und Rückenverspannungen können Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auslösen.
Paracetamol gilt bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl.
Geeignete Mittel bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft:Arnika (Globuli in der richtigen Potenz bekommt man in der Apotheke) Ingwertee (insbesondere bei Entzündungen) Kamillentee. Salbeitee.
Wer hat Recht? Wenn Schwangere zu einem Schmerzmittel greifen, gelten in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft Paracetamol und Ibuprofen als gleichberechtigte erste Wahl. Mit Beginn des dritten Trimenons ist Ibuprofen tabu, weil es zum vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus beim Fetus führen kann.
Paracetamol wird in Abhängig- keit von Körpergewicht (KG) und Alter dosiert, in der Regel mit 10 bis 15 mg/kg KG als Einzeldosis, bis maximal 60 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis.
Ibuprofen gehört in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft neben Paracetamol zu den Analgetika/Antiphlogistika der Wahl. Wie jede andere Schmerzmedikation auch, sollte es nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden.
Es gibt auch keine Liste von allen Medikamenten, die während der Schwangerschaft verboten sind. Für einige Wirkstoffgruppen ist jedoch die Einnahme für Schwangere kontraindiziert: Opioide, Benzodiazepine, diverse Antibiotika, Barbiturate und Antipholgistika.
doc® Ibuprofen Schmerzgel in Schwangerschaft und StillzeitIm ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel ist es nach Abwägen von Nutzen und Risiken möglich, den Wirkstoff Ibuprofen als Schmerzmittel einzusetzen.
Die Schmerzmittel Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen können das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen, auch wenn sie in den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft genommen werden. Die Schmerzmittel Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen verdoppeln offenbar das Risiko für eine Fehlgeburt.
Schwangere dürfen bis zu drei Mal 1 Gramm pro Tag nehmen», erklärt Schaefer. Er betont aber auch, dass Paracetamol-Tabletten keine Bonbons sind, die Schwangere über Wochen einnehmen sollten.
Zudem können Frauen, die stillen, Ibuprofen bei Grippesymptomen und Fieber einnehmen; hier hilft allerdings auch Paracetamol sehr gut. Sinnvoll ist Ibuprofen in der Stillzeit auch bei einem schmerzhaften Milchstau oder einer Brustentzündung, insbesondere auch wegen der antientzündlichen Wirkung.
Frauen, die Stillen und
Medikamente benötigen, müssen die Einnahme mit den Arzt besprechen.
Stillen und Medikamente: Geeignet oder nicht?
| Medikament | Bewertung |
|---|
| Schmerzmittel |
| Paracetamol | Geeignetes Schmerzmittel beim Stillen, Mittel der 1.Wahl |
| Ibuprofen | In der Stillzeit geeignet, Mittel der 1.Wahl |
Dies ist normalerweise in den ersten Monaten nach der Entbindung der Fall. Einige Medikamente gehen nicht in die Muttermilch über, können sich aber dennoch auf das Kind auswirken und sind somit in der Stillzeit nicht kompatibel.
Manchmal geht es einfach nicht ohne Schmerz- beziehungsweise Erkältungsmittel. Bestimmte Präparate sind auch während der Stillzeit erlaubt. Paracetamol und Ibuprofen gelten beispielsweise als Mittel der Wahl. Kombipräparate gegen Erkältungen sollten hingegen nicht von stillenden Müttern eingenommen werden.
Stillen bei Infektionskrankheiten der MutterMütter, die unter Infektionskrankheiten leiden, fragen sich, ob sie weiterstillen dürfen oder nicht. Dabei stellen die meisten Infektionskrankheiten kein Stillhindernis dar, bei einzelnen, schweren Erkrankungen, vor allem HIV, darf jedoch nicht gestillt werden …
Idealerweise ist der erste Schritt beim Abstillen, deinem Baby nach etwa sechs Monaten neben deiner Muttermilch langsam Beikost zu geben. Der Abstillprozess setzt sich dann fort, bis die Muttermilch vollständig durch andere Lebensmittel und Getränke ersetzt wurde.
WHO, UNICEF und die Nationale Stillkommission raten dazu, mindestens sechs Monaten voll zu stillen und dann langsam damit zu beginnen, andere Nahrung zuzufüttern. Sofern Mütter und Kinder es wollen, rät die Nationale Stillkommission, mit entsprechender Beikost bis zum Ende des ersten Lebensjahres weiter zu stillen.
Ibuprofen und Paracetamol sind in der Stillzeit bei Schmerzen und Fieber besser geeignet als ASS (Acetylsalicylsäure), schreibt die Apothekerkammer Niedersachsen. Sie rät den Müttern außerdem, keine Kombinationspräparate einzunehmen, denn für den Laien sei meist nicht erkennbar, welche Wirkstoffe stillverträglich sind.
Schmerzen und Fieber können Sie auch mit Medikamenten lindern, zum Beispiel Ibuprofen. Es geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Sie können es während der Stillzeit kurzzeitig einnehmen.